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GO-Mars – Die Mission
Schon vor 10 Jahren gab es die ersten Ideen zu diesem Projekt. Es wurden die Basis und Ziele dieser weltweit ersten privaten Mission zum Mars definiert. Als Raumfahrzeug wird die Satellitenstruktur von AMSAT-OSCAR 40 dienen, der im Jahr 2000 erfolgreich gestartet wurde.

Die AMSAT-Marssonde mit der Arbeitsbezeichnung "GO-Mars/P5A" hat folgende Aufgaben:

  • Als Funkrelais wird sie um den Mars fliegen und Forschungsdaten von Landegeräten auf der Marsoberfläche zur Erde senden.
  • Mit einer Planetenbeobachtungskamera soll sie Bilder von der Marsoberfläche und aus dem All machen.
  • Aus der Umlaufbahn heraus können mit der AMSAT-Sonde wissenschaftliche Experimente durchgeführt werden.
  • Sogar die Mitnahme von Landesystemen oder Subsatelliten ist möglich.
  • Die Mission kann für Ausbildungszwecke genutzt werden.
  • Im Rahmen des Marsflugs werden zahlreiche neue Raumfahrt- und Kommunikationstechnologien erprobt.

Das Besondere dieser Marsmission ist der private und überwiegend ehrenamtliche Bau und Betrieb der Sonde. Durch die Funkverbindung auf Amateurfunkfrequenzen ist der Empfang allgemein erlaubt. Über eine eigene Empfangsanlage oder das Internet sollen Bilder und Daten mit der passenden Software live am eigenen Computer angezeigt werden können.

Ein wesentliches technisches sowie auch finanzielles Element der Marsmission ist die Bodenstation zur Überwachung und Steuerung der Sonde. Die 20 m große Parabolantenne der Sternwarte Bochum (IUZ) wurde durch die AMSAT-DL bereits reaktiviert und steht für die Mission zur Verfügung. Ihre Leistungsfähigkeit hat die Anlage mit dem Empfang von NASA- und ESA-Sonden wie Mars Express, die Saturnsonde Cassini und die Kometensonde Rosetta schon unter Beweis gestellt. Im Frühjahr 2006 empfing ein Team der AMSAT-DL sogar die amerikanische Raumsonde Voyager 1. Die überbrückte Entfernung betrug hierbei 14,7 Milliarden Kilometer.

Nach den Vorarbeiten wurde im Jahr 2002 das formelle Go für die P5A-Marssonde der AMSAT-DL gegeben. In einem Startfenster 2009 oder 2011 soll sie eine 9-monatige Reise antreten. Zuvor wird die AMSAT-DL den P3E-Kommunikationssatelliten mit vielen Testelementen für die Marsmission starten. Nachfolgende Komponenten der P3E-Mission stehen in Bezug auf die Marsmission im Mittelpunkt:

  • Kohärenter Transponder für die Kommunikation zwischen Mars und Erde und die genaue Entfernungsmessung zur Sonde
  • Ultra-stabiler Oszillator als hochgenaues Frequenznormal für Bordrechner und Funksysteme
  • Sternen-Navigationskamera für eine präzise Lagebestimmung im All
  • IHU3-Bordrechnerkonzept mit DSP-Funktionalität für die Datenübertragung und –auswertung

Geplanter Starttermin des Testsatelliten ist bereits im Jahr 2007.

Links/Verweise: AMSAT-Deutschland e.V.
GO-Mars P5A-Mission
IUZ, Sternwarte Bochum


Logo der P5A Marsmission


Projektleiter Prof. Dr. Karl Meinzer und AMSAT-Präsident Peter Gülzow bei der Inspektion des Amsat-Satelliten P3D. Seine Technologie bildet die Basis für den Mars-Flug


20-m-Spiegel der Sternwarte Bochum (IUZ)


Flugbahn des P5A Satelliten

 
 
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